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Hitze am Arbeitsplatz

Berlin, im August 2004

Wenn das Büro zur Sauna wird
Unfallkasse Berlin gibt Tipps für heiße Bürotage

Der Sommer meint es doch gut mit uns. Es ist wieder heiß in Berlin. Während die einen die Hitze im Freibad oder bei einem Eis genießen können, schwitzen die anderen in ihren Büros. Der Grund: Viele Geschäftshäuser und Verwaltungsgebäude sind für andauernde Hitzeperioden nicht ausgestattet. Es fehlen Klimaanlagen und Sonnenschutz und in den Büros steigt das Quecksilber enorm an. Doch bei zu hohen Temperaturen wird der Kreislauf stark beansprucht. Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinken und das erhöht letztendlich auch die Unfallgefahr.

Klare Vorschriften über erlaubte Höchsttemperaturen am Arbeitsplatz gibt es nicht. Als Richtwert gilt eine maximale Raumtemperatur von 26 Grad Celsius. Ein genereller Anspruch besteht jedoch nicht.

Aber was tun, wenn das Büro zur Sauna wird? Damit Körper und Geist nicht schlapp machen, gibt die Unfallkasse Berlin einige Tipps, die Hitze erträglicher machen. „Ein Ventilator oder das Vermeiden von direkter Sonneneinstrahlung durch Jalousien, Gardinen, Vorhänge  u.ä. schaffen oft schon Abhilfe und verhindern, dass der Raum sich nicht erst unnötig aufheizt“, erklärt   Britta Stopp, Fachärztin für Arbeitsmedizin bei der Unfallkasse Berlin. „Besonders wichtig ist es auch darauf zu achten, dass der Körper nicht überhitzt“, fügt Britta Stopp hinzu und gibt den Hitzegeplagten folgende Tipps für heiße Bürotage:

Viel trinken – Damit der Kreislauf nicht versagt ist die Aufnahme von viel Flüssigkeit besonders wichtig. Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter Leitungs- oder Mineralwasser, Fruchtsäfte, Früchtetees oder Saftschorlen.  Das hilft dem Körper sich intern zu kühlen und gleicht die Flüssigkeitsverluste, die durch schwitzen entstehen, wieder aus. Dabei sollten allerdings eisgekühlte Getränke vermieden werden. Typische Bürogetränke wie Kaffee, schwarzer Tee oder Cola sind ebenfalls tabu, da sie die Nierentätigkeit anregen und damit weiteren Flüssigkeitsverlust verursachen.

Obst- und Gemüse – Frisches Obst und Gemüse erfrischt und versorgt den Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Elektrolyten, deren Reserven bei Hitze stark beansprucht werden.

Kaltes Wasser – über die Handgelenke oder die Schläfen kühlt direkt, erfrischt und schafft Linderung. 

Arbeitszeiten anpassen Versuchen Sie mit dem Arbeitgeber für die heißen Tage eine Sonderregelung für die Arbeitszeiten zu treffen. Beginnen Sie früher, damit Sie die aufgeheizten Räume eher wieder verlassen können. Einen Anspruch auf Hitzefrei gibt es allerdings nicht. Vielleicht ist es ja auch möglich, über Mittag eine längere Pause, nach dem Vorbild der Siesta in den südlichen Ländern, einzulegen.

Kleidung anpassen – Auch die richtige Kleidung trägt zum Schutz gegen Hitze im Büro bei. Sie sollte die Hautfeuchtigkeit gut aufnehmen und nach außen transportieren. Eigenschaften, die vor allem bei Naturfasern aber auch bei speziell entwickelten Synthetikfasern gegeben sind.
Bei anhaltenden hohen Temperaturen zeigen sich Arbeitgeber bezüglich der Kleiderordnung oft tolerant. In Unternehmen, in denen eher eine konservative Kleiderordnung herrscht, darf Mann dann schon mal auf die Krawatte verzichten, das Jackett im Schrank lassen und das langärmlige gegen ein kurzärmliges Hemd eintauschen.

Arbeitsgeschwindigkeit   Verlegen Sie körperliche sowie denkintensive Aufgaben - wenn möglich - auf kühlere Tageszeiten. Bei starker Hitze sollten körperliche und geistige Höchstleistungen vermieden werden.

Lüften – Fenster und Türen sollten tagsüber nach Möglichkeit nur kurzzeitig geöffnet werden. Lüften Sie intensiv in den kühlen Morgenstunden oder nachts. Damit keine zusätzliche Wärme durch Lampen und Elektrogeräte den Raum aufheizt, sollten diese nur bei dringender Notwendigkeit betrieben werden.   


Die Unfallkasse Berlin ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung in der Hauptstadt. Bei ihr sind u.a. Arbeiter, Angestellte und Auszubildende des Landes Berlin sowie der Bezirksämter mit den jeweiligen Verwaltungen, Anstalten, Einrichtungen und Betrieben gegen Arbeits- und Wegeunfälle versichert.

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.unfallkasse-berlin.de 


Für Ihre Rückfragen zu dieser Presseinformation:
Kirsten Wasmuth, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (030) 76 24 - 1130;  Fax: (030) 76 24 - 1128