Eltern von Schulanfängern: Mit Kindern Schulweg zur Hauptverkehrszeit üben


20.07.2018

Für mehr als 30.000 Erstklässler ist am 27. August offizieller Unterrichtsbeginn. Damit die Schulkinder sicher und selbstständig zur Schule kommen, sollten Eltern schon jetzt mit ihren Kindern den Schulweg üben – und das am besten zur Hauptverkehrszeit am Morgen.

"Für Grundschüler ist der Schulweg oft ein gefährlicher Parcours", sagt Wolfgang Atzler, Geschäftsführer der Unfallkasse Berlin. Gerade Schulanfänger müssen sich an gefährlichen Stellen sicher fühlen, zum Beispiel an viel befahrenen oder unübersichtlichen Kreuzungen. Sie müssen auch lernen, dem Fahrzeugaufkommen gewachsen zu sein: "Üben Sie deshalb mit Ihrem Kind den Weg unter realen Bedingungen, also auch morgens im vollen Berufsverkehr", rät Atzler. Am späteren Vormittag oder mittags sind die Straßen für ein wirklichkeitsnahes Schulwegtraining oft zu ruhig. 

So üben Eltern den Schulweg mit Kindern

  • Immer Fußgängerwege und Fußgängerüberwege benutzen.
  • Auf dem Gehweg innen gehen, nicht am Straßenrand.
  • An der Ampel auf abbiegenden Verkehr achten, besonders bei Lastkraftwagen. 
  • Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen.
  • Am Zebrastreifen Fahrzeuglücken abwarten, Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen.
  • Erst auf die Straße gehen, wenn die Fahrzeuge stehen.
  • Eine Straße nur an übersichtlichen Stellen überqueren.
  • Vor dem Überqueren der Straße an Bordsteinkante oder Sichtlinie halten. 
  • Nach links und rechts schauen, ob Verkehr naht.

Besser den längeren Schulweg, wenn er sicherer istDie kürzeste Strecke von der Haustür zur Schule ist nicht immer die sicherste. Wenn sich mit einem etwas längeren Weg Gefahrenquellen umgehen lassen, sollten Eltern diesen „Umweg“ für ihr Kind aussuchen. Auch der längere Weg steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Hintergrund:

Unfallversicherung in Berlin
Berliner Schüler sind über die gesetzliche Unfallversicherung bei der Unfallkasse Berlin gegen Unfälle geschützt. Eltern zahlen für diesen Unfallschutz keinen Cent. Die Kosten trägt das Land Berlin. Der Schutz über die Unfallkasse besteht im Unterricht, in den Pausen, auf Klassenfahrten und dem Schulweg sowie bei Schulfeiern. Verunglückt ein Schüler, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für die stationäre Behandlung, die Pflege Zuhause sowie notwendige Rehabilitationsmaßnahmen. Bei bleibenden Schäden kann sogar eine Rente gezahlt werden.

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Kirsten Wasmuth

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