Gesunde Ernährung

Abwechslungsreich sollte es sein

Mehr als sechs Prozent der Berliner Vorschulkinder leiden an Übergewicht. Dicke Kinder sind im schlimmen Fall nicht nur Spott ausgesetzt, sondern sammeln bereits im jungen Alter gesundheitliche Risikofaktoren an. Grund genug, schon früh auf die richtige Ernährung zu achten.

Gesunde Kids dürfen das Gleiche essen, was Erwachsenen wohltut. Sie sollten daher Ihr eigenes Verhalten überprüfen – schließlich sind Sie eines der wichtigsten Vorbilder und prägen die Vorlieben Ihrer Kinder. Gesunde und bewusste Ernährung, Mahlzeiten in Gemeinschaft, Ruhe und liebevoller Atmosphäre sind für die Kleinen wichtig – und für die Großen ebenso.

Das riesige Angebot an Nahrungsmitteln hierzulande ist geradezu ein Tummelplatz für die kindliche Neugierde. Spezielle Kinderprodukte sind nicht notwendig, und im gewissen Rahmen dürfen Eigenheiten durchaus respektiert werden. Gesundes Essen ist eine abwechslungsreiche Kost, so häufig wie möglich frisch zubereitet und mit viel Rohkost. Basis sind pflanzliche Lebensmittel – also Getreideprodukte (mindestens die Hälfte davon aus Vollkorn) wie Brot, Reis und Nudeln sowie Obst und Gemüse, mit denen mindestens fünfmal am Tag geschlemmt werden darf. Dazu kommen Milch (1,5 % Fett), magere Käse, Quarks und Joghurts. Gut sind die verschiedenen Sorten Fleisch und Fleischprodukte – mager sollen auch sie sein, ein tägliches Muss sind sie nicht. Wie viel der Sprössling isst, richtet sich nach Alter, Konstitution und vor allem der Bewegung. Je mehr er herumspringt, umso besser – für die Knochen und das Gewicht.

Ganz wichtig ist, dass die Kleinen viel trinken: Wasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Nicht empfehlenswert sind Limos; Koffeinhaltiges (Kaffee und Cola, Grün-, Schwarz- und Eistee) oder gar Alkohol sind ganz und gar tabu.

Der Körper braucht Fett – doch bitte als Sparration und möglichst als pflanzliches Öl. Unnötige Kalorien stammen dagegen aus Einfachzucker. Daher bei Fertiggekauftem die Zutatenliste nach „Zucker“, „Glukose“, „Fruktose“ oder „Maltose“ absuchen und entsprechende Produkte meiden. Bei einer sonst vollwertigen Ernährung dürfen dann auch zehn Prozent der täglichen Kalorien aus zucker- und fettreichen Süßigkeiten stammen. Und: Essen sollte nie ein Fall für Strafe und Belohnungen sein.

 

Unser Tipp:

Beziehen Sie Ihre Kinder beim Einkauf ein – ob im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt, wo Sie regionales Obst und Gemüse direkt vom Bauern kaufen können.

Probieren Sie die Vielfalt. Wenn Ihr Kind keine Äpfel oder Bananen mag, steht es vielleicht auf Heidelbeeren und Weintrauben. Finden Sie gemeinsam heraus, welche Vitaminquellen ihre liebsten sind.

Bereiten Sie die Speisen gemeinsam zu. Wenn die Kinder beim Kartoffelschälen, Eierpellen oder Gemüsewaschen geholfen haben, schmeckt ihnen das Essen gleich noch besser – schließlich haben sie es selbst zubereitet. Rezeptideen für die ganze Familie finden Sie auch im Internet.