WEBVTT

00:00:00.001 --> 00:00:11.000
Ein Betrieb ist immer nur so gut wie seine Beschäftigten, das weiß jede Führungskraft.

00:00:11.000 --> 00:00:17.000
Nur gesunde und zufriedene Beschäftigte können gute Leistung erbringen.

00:00:17.000 --> 00:00:21.000
Leichter gesagt als getan, findet Herr Hauser.

00:00:21.000 --> 00:00:26.000
Er ist Leiter eines Bürgerbüros und zur Zeit ziemlich ratlos.

00:00:26.000 --> 00:00:30.000
Das interne EDV-System wurde vor kurzem umgestellt.

00:00:30.000 --> 00:00:36.000
Die neue Benutzeroberfläche macht seinen Beschäftigten spürbar zu schaffen.

00:00:36.000 --> 00:00:41.000
Die Arbeitsprozesse nehmen mehr Zeit in Anspruch, den Beschäftigten unterlaufen viele Fehler.

00:00:41.000 --> 00:00:47.000
Kurzum, die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt.

00:00:47.000 --> 00:00:52.000
Die Lösung heißt betriebliches Gesundheitsmanagement, beteuert Frau Kraft.

00:00:52.000 --> 00:00:58.000
Sie ist Leiterin eines Abfallwirtschaftsbetriebes und hatte vor zwei Jahren noch ganz ähnliche Probleme.

00:00:58.000 --> 00:01:04.000
Ihren älteren Beschäftigten machte die harte körperliche Arbeit zu schaffen.

00:01:04.000 --> 00:01:13.000
Auch sie war ratlos, bis sich ihr mit der Einführung eines BGM endlich die optimale Lösung bot.

00:01:13.000 --> 00:01:16.000
Schon klar, denkt sich Herr Hauser unbeeindruckt.

00:01:16.000 --> 00:01:23.000
Er machte viele Übungen, Yoga, Obstkorb. Auch er bietet seinen Beschäftigten betriebliche Gesundheitsförderungen an.

00:01:23.000 --> 00:01:29.000
Was Herr Hauser nicht weiß, betriebliches Gesundheitsmanagement ist weit mehr als das.

00:01:29.000 --> 00:01:37.000
Es umfasst die systematische und nachhaltige Gestaltung von gesundheitsfördernden Strukturen und Prozessen im eigenen Betrieb.

00:01:37.000 --> 00:01:39.000
Bitte was?

00:01:39.000 --> 00:01:44.000
Das gelingt natürlich nicht von heute auf morgen, betont Frau Kraft.

00:01:44.000 --> 00:01:50.000
BGM ist ein langwieriger Prozess, der in vier wesentliche Schritte aufgeteilt ist.

00:01:50.000 --> 00:01:57.000
Analyse, Maßnahmenplanung, Maßnahmenumsetzung und Evaluation.

00:01:57.000 --> 00:02:01.000
Doch was bedeutet das genau?

00:02:01.000 --> 00:02:08.000
Frau Kraft erklärt es Herrn Hauser an ihrem eigenen Beispiel.

00:02:08.000 --> 00:02:18.000
Zuerst haben sie den Arbeitskreis Gesundheit mit den wichtigsten Akteuren ins Leben gerufen und einen Kollegen aus der Personalabteilung als neuen BGM-Beauftragten bestimmt.

00:02:18.000 --> 00:02:19.000
Okay, ich mach's.

00:02:19.000 --> 00:02:23.000
Zusätzlich haben sie sich noch eine externe Unterstützung dazu geholt.

00:02:23.000 --> 00:02:24.000
Hallo.

00:02:24.000 --> 00:02:29.000
Dann wurden gemeinsam die Ziele für das BGM festgelegt.

00:02:29.000 --> 00:02:34.000
Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit und Verbesserung der Führungskultur zum Beispiel.

00:02:37.000 --> 00:02:39.000
Dann stand die Analyse an.

00:02:39.000 --> 00:02:46.000
Mitarbeiterbefragung, Arbeitsplatzbeobachtung oder Mitarbeiterworkshop.

00:02:46.000 --> 00:02:48.000
Es gibt unterschiedliche Methoden.

00:02:48.000 --> 00:02:53.000
Frau Kraft und ihr BGM-Team entschieden sich für eine Online-Mitarbeiterbefragung.

00:02:53.000 --> 00:02:55.000
Freiwillig versteht sich.

00:02:55.000 --> 00:03:00.000
Warum nicht gleich die gesetzlichen Vorgaben miterfüllen, dachte sich Frau Kraft.

00:03:00.000 --> 00:03:07.000
Idealerweise werden die Aspekte der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen mit berücksichtigt.

00:03:07.000 --> 00:03:09.000
Was läuft gut, was schlecht?

00:03:09.000 --> 00:03:14.000
Anhand der Befragung konnte das BGM-Team wichtige Themen durchleuchten.

00:03:14.000 --> 00:03:18.000
So konnte Frau Kraft Pflicht und Kür verbinden.

00:03:18.000 --> 00:03:21.000
Nächster Schritt, Maßnahmenplanung.

00:03:21.000 --> 00:03:27.000
Auf Basis der Mitarbeiterbefragung konnten viele neue Erkenntnisse gewonnen werden.

00:03:27.000 --> 00:03:30.000
Frau Kraft präsentierte sie ihren Beschäftigten.

00:03:30.000 --> 00:03:36.000
So konnten sie im Gesundheitszirkel wertvolle Verbesserungsvorschläge erarbeiten.

00:03:36.000 --> 00:03:43.000
Eine wichtige Erkenntnis, die Mitarbeiter von Frau Kraft fühlten sich nicht ausreichend informiert.

00:03:43.000 --> 00:03:48.000
Der Vorschlag, einmal wöchentlich eine kurze Gesprächsrunde einberufen.

00:03:48.000 --> 00:03:54.000
Nächster Schritt, Maßnahmenumsetzung.

00:03:56.000 --> 00:04:01.000
Frau Kraft und ihr BGM-Team haben viele Vorschläge der Beschäftigten beherzigt.

00:04:01.000 --> 00:04:07.000
Dazu gehört, mehr Mitbestimmungsrecht, zum Beispiel bei der Auswahl neuer Arbeitskleidung.

00:04:07.000 --> 00:04:12.000
Mehr Austausch durch bereichsübergreifende Fortbildungen für alle Beschäftigten.

00:04:12.000 --> 00:04:15.000
Und die Bildung von altersgemischten Arbeitsgruppen.

00:04:15.000 --> 00:04:20.000
Außerdem haben Frau Kraft und ihre Führungskräfte die Basisarbeit wieder besser kennengelernt,

00:04:20.000 --> 00:04:25.000
indem sie zum Beispiel ihre Beschäftigten in einer Schicht begleiten.

00:04:25.000 --> 00:04:29.000
Das findet ja nach einer richtigen Erfolgsgeschichte staunt Herr Hauser.

00:04:29.000 --> 00:04:32.000
Und wie haben die Beschäftigten die Maßnahmen bewertet?

00:04:32.000 --> 00:04:40.000
Eine Umfrage ergab, den Beschäftigten ist das Thema BGM sehr wichtig.

00:04:40.000 --> 00:04:46.000
Die Maßnahmen fördern ihre Arbeitsfähigkeit und ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

00:04:46.000 --> 00:04:48.000
Das kann auch Frau Kraft bestätigen.

00:04:48.000 --> 00:04:53.000
Die Stimmung ist wieder besser und die Beschäftigten sind wieder engagierter.

00:04:54.000 --> 00:04:59.000
Klasse, freut sich Herr Hauser. So ein BGM will er in seinem Bürgerbüro auch einführen.

00:04:59.000 --> 00:05:02.000
Die beiden sind sich einig.

00:05:02.000 --> 00:05:06.000
Unterm Strich sollte Gesundheit einfach immer an erster Stelle stehen.

00:05:06.000 --> 00:05:09.000
Beruflich wie privat.

00:05:10.000 --> 00:05:14.000
[Musik]

00:05:14.000 --> 00:05:19.000
[Musik]

00:05:19.000 --> 00:05:22.000
[Musik]

