Anschnallen rettet Leben

Rund 200 Menschen sterben im Jahr, weil sie sich nicht anschnallen.*

Dabei können schwere oder gar tödliche Folgen eines Unfalls durch konsequentes Anschnallen verhindert werden. Das gilt auch für kurze Strecken mit geringer Geschwindigkeit. Denn: Auch wenn Sie nicht der Unfallverursacher sind, können Sie ebenso durch das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer verunglücken.

Achten Sie auf sich, achten Sie auf Ihre Sicherheit: Anschnallen rettet Leben!

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Anschnallen rettet mein Leben

Was hat Anschnallen mit Sicherheit und Gesundheit zu tun? Tipps für Fahrzeugführende

Das regelt das Gesetz

Grundsätzlich muss sich jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer vor Fahrtantritt anschnallen. Für Personen, die berufsbedingt regelmäßig in kurzen Zeitabständen das Fahrzeug verlassen müssen, gibt es Ausnahmen von der Anschnallpflicht. Das gilt jedoch nicht bei besonderen Gefahren.

Achtung: Sie müssen sich immer anschnallen beim

  • Fahren schneller als Schrittgeschwindigkeit,
  • Fahren von längeren Strecken,
  • Abbiegen und Überqueren von Kreuzungen,
  • Einfädeln in stark befahrene Straßen und Fahren auf Schnellstraßen oder Autobahnen,
  • Fahren an und durch Baustellen und unübersichtlichen Bereichen,
  • Fahren bei witterungsbedingter schlechter Sicht und/oder glatten Straßen.

Rechtsquelle: Straßenverkehrsordnung (StVO)

§ 21a Sicherheitsgurte, Rollstuhl-Rückhaltesysteme, Rollstuhlnutzer-Rückhaltesysteme, Schutzhelme

(1) Vorgeschriebene Sicherheitsgurte müssen während der Fahrt angelegt sein; dies gilt ebenfalls für vorgeschriebene Rollstuhl-Rückhaltesysteme und vorgeschriebene Rollstuhlnutzer-Rückhaltesysteme. Das gilt nicht für

[…]

2. Personen beim Haus-zu-Haus-Verkehr, wenn sie im jeweiligen Leistungs- oder Auslieferungsbezirk regelmäßig in kurzen Zeitabständen ihr Fahrzeug verlassen müssen,

3. Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit wie Rückwärtsfahren, Fahrten auf Parkplätzen,

[...]

Was hat Anschnallen mit Sicherheit und Gesundheit zu tun?

Fahrzeugführer und -führerinnen haben eine große Verantwortung. Sie üben nicht nur die tatsächliche Gewalt über das Fahrzeug aus. Sie sind auch für die augenscheinliche technische Funktion des Fahrzeuges verantwortlich. Zu einer sicheren Fahrt gehört ebenso, dass sich alle Personen anschnallen. Denn: Wer sich nicht angurtet, gefährdet das eigene Leben und das der anderen.

Heute schon gegurtet? Als Fahrzeugführende die Sicherheit an Bord fördern

Übernehmen Sie Verantwortung

  • Technische Funktionen prüfen: Führen Sie zu Beginn jeder Schicht einen Rundgang um das Fahrzeug durch, um augenscheinliche Mängel, z. B. defekte Leuchtmittel oder auslaufende Betriebsflüssigkeiten, zu erfassen.
  • Anschnallpflicht prüfen: Bevor die Fahrt losgeht, prüfen Sie, ob die mitfahrenden Kolleginnen und Kollegen vorschriftsmäßig angeschnallt sind.

Seien Sie ein Vorbild

  • Gehen Sie mit einem guten Beispiel voran und achten Sie auf Ihre Sicherheit. Nur wer sich selbst konsequent anschnallt, kann ein Vorbild sein.

Betonen Sie Positives

  • Erwähnen Sie auch mal positiv, wie gut es ist, dass Ihre Kolleginnen und Kollegen von sich aus angeschnallt sind. Damit fördern Sie eine gute und sichere Zusammenarbeit.

Schauen Sie nicht weg

  • Das Anlegen von Sicherheitsgurten stellt auch eine Maßnahme des Arbeitsschutzes dar. Wer als Führungskraft nicht hinsieht oder duldet, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht angeschnallt sind, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Sprechen Sie Probleme an

  • Merken Sie, dass es immer wieder Personen gibt, die sich nicht anschnallen, sprechen Sie sie direkt an. Das Gespräch können Sie in der Gruppe führen: Überlegen Sie etwa gemeinsam, welche Risiken mit dem Fehlverhalten verbunden sind. So erhöhen Sie die Achtsamkeit bei Ihren Mitfahrerinnen und Mitfahrern.

Tipp: So gelingt gute Kommunikation

  • Ich kommuniziere so, wie ich es von anderen wünsche.
  • Ich begegne anderen Menschen mit Wertschätzung, Höflichkeit und Respekt.
  • Ich höre aufmerksam zu. Ich frage interessiert nach.
  • Ich habe ein offenes Ohr für meine Kolleginnen und Kollegen.
  • Ich bringe Kritik sachlich an und suche gemeinsam im Team nach Lösungen.
  • Ich formuliere klar Erwartungen und setze Prioritäten.
  • Ich gebe regelmäßig Feedback und bin offen für Rückmeldung.

* Quelle: Analyse 2018: Unfallforschung der Versicherer