Theater und Veranstaltungsstätten

Empfehlungen zum Schutz von Beschäftigten in Veranstaltungsstätten und künstlerischen Hochschulen vor einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2)

Die Unternehmen müssen geeignete Maßnahmen treffen, die einer Ausbreitung des Corona-Virus entgegenwirken. Der Unternehmer ist verantwortlich für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten und für die Umsetzung notwendiger Infektionsschutzmaßnahmen entsprechend des Ergebnisses der Gefährdungsbeurteilung.

Die Unternehmen müssen überlegen – unterstützt durch die zuständigen Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit –, welche Maßnahmen die Ansteckungsgefahren durch Corona-Viren mindern. Zudem ist der Prozess beteiligungsorientiert unter Einbeziehung der Beschäftigtenvertretungen oder, falls diese nicht vorhanden sind, mit den Beschäftigten umzusetzen. Ein gutes Forum bilden hierfür die ASA-Sitzungen.

Die Gefährdungsbeurteilung ist an die neue Situation anzupassen. Die Ergebnisse müssen schriftlich dokumentiert und auch bei veränderten betrieblichen Rahmenbedingungen überarbeitet werden.

An dieser Stelle finden Sie Hinweise und Empfehlungen der Unfallkasse Berlin. Beachten Sie bitte, dass diese Seiten regelmäßig aktualisiert werden.

Hinweis: Fachliche Fragen zur Ausgestaltung der verschiedenen Maßnahmen sind weiter an die zuständigen Behörden zu richten. Dies sind bei Fragestellungen zum Infektionsschutz die örtlichen Gesundheitsämter bzw. Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung.

Corona-Arbeitsschutzverordnung und branchenspezifische Handlungshilfe

Mit der Corona-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) sind seitens des Bundeministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) Maßnahmen erlassen worden, die eine Ausbreitung von SARS-CoV-2 und seinen Mutationen wirksam eindämmen sollen. Mit den am 10. September 2021 in Kraft tretenden Anpassungen der Corona-ArbSchV gelten die grundlegenden Arbeitsschutzregeln für die Dauer der epidemischen Lage nationaler Tragweite bis einschließlich 24. November 2021 fort.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel konkretisiert die Anforderungen an den Arbeitsschutz im Hinblick auf SARS-CoV-2. Sie umfasst Maßnahmen, mit denen das Infektionsrisiko für Beschäftigte gesenkt und auf niedrigem Niveau gehalten werden kann. Dabei bleiben Abstand, Hygiene und Masken die wichtigsten Instrumente, solange es keinen Impfschutz für CoViD-19 gibt. Betriebe, die die Regel anwenden, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Gleichwertige oder strengere Regeln, zum Beispiel aus der Biostoffverordnung oder aus dem Bereich des Infektionsschutzes, müssen jedoch weiterhin beachtet werden.

Empfehlungen für die Gefährdungsbeurteilung

Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) hat eine allgemeine Handlungshilfe für eine Gefährdungsbeurteilung und einen Hygieneplan mit umfangreichen Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 für alle Beschäftigten durch geeignete Maßnahmen soweit wie möglich zu minimieren.

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat ein Hygienerahmenkonzept für Kultureinrichtungen im Land Berlin erstellt, in dem Hygiene- und Schutzmaßnahmen für Beschäftigte und Publikum festgelegt sind. Das Hygienerahmenkonzept entbindet die Einrichtungen nicht von der Pflicht, ein eigenes Hygienekonzept zu erstellen, das die Vorgaben im Detail umsetzt.

Für den Proben- und Vorstellungsbetrieb hat die VBG eine branchenspezifische Handlungshilfe zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard bereitgestellt. Sie enthält konkrete Hilfestellungen zur Umsetzung branchenspezifischer Schutzmaßnahmen.

Für den Betrieb einer künstlerischen Hochschule oder Musikschule gelten die Empfehlungen gleichermaßen. Weitere Empfehlungen und Hinweise zum Umgang mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2) sind im Bereich „Hochschulen“ zusammengefasst.

Weitere branchenspezifische Handlungshilfen:

Weitere Hinweise für Unternehmen zum Umgang mit dem Coronavirus

Informationen zum Coronavirus finden Sie auch auf der Sonderseite der Unfallkasse Berlin.

Bei Fragen und Unsicherheiten:

  • Beratungshotline in Berlin: Tel.-Nr.: 030 90 28 28 28 (www.berlin.de/corona)
  • Hausärztliche Praxis oder die allgemeine deutschlandweit eingerichtete Beratungshotline anrufen: Tel.-Nr.: 116 117

Theater und Veranstaltungsstätten

Zum Veranstaltungsbereich zählen zum Beispiel Theater- und Ballettvorführungen, Konzerte, Messen und Kongresse sowie Großveranstaltungen. Sie finden auf Bühnen in Theatern, Opernhäusern oder Open Air sowie in Mehrzweck- und Messehallen statt. Besondere Anforderungen gelten für die Bühnentechnik und deren Prüfungen. Leitung und Aufsicht der Arbeiten darf hier nur besonders ausgebildeten und erfahrenen Personen übertragen werden.

Ermächtigung von Sachverständigen

Ermächtigung von Sachverständigen für die Prüfung sicherheits- und maschinentechnischer Einrichtungen in Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung

Seit Januar 2015 ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) beauftragt, Sachverständige zu prüfen, zu ermächtigen und die Ermächtigung zu widerrufen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz der VBG.