Hinweise zur Verwendung des Mund–Nasen-Schutzes in der Schule

Zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 gilt an Berliner Schulen, angepasst an das Infektionsgeschehen, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (Verordnung über die Auflagen für den Schulbetrieb während der Covid-19-Pandemie, §4). Weitere Details, auch zum Umfang dieser Pflicht, regelt der Musterhygieneplan.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt das Tragen von medizinischen Masken in der Schule, wenn

  • die Anforderungen an die Raumbelegung (Corona-ArbSchV) nicht eingehalten werden können,
  • der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann,
  • oder wenn mit einem erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist (etwas beim lauten Sprechen).

Ob FFP2-Masken für Lehrkräfte notwendig sind, ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln.

Nach wie vor gilt jedoch: Der Einsatz von Mund-Nasen-Schutz ersetzt nicht die weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz.

  • Abstand ist der beste Schutz. Auch wenn Sie eine Bedeckung tragen, achten Sie bitte stets darauf, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. 
  • Auch eine gute Händehygiene ist unverzichtbar – regelmäßiges Waschen mit Wasser und Seife für 30 Sekunden.
  • Niesen und husten Sie trotz Bedeckung in die Armbeuge.
  • (Selbst-)Isolation Erkrankter zum Schutz vor Ansteckung.

Bei der Verwendung der Masken gilt es, einige Aspekte zu berücksichtigen. Besonders jüngere Kinder benötigen dabei Unterstützung und sollten durch Lehrkräfte und pädagogisches Personal entsprechend angeleitet werden (siehe „Hilfreiche Hinweise und Links“ – Unterrichtsmaterial). 

Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung: Schulleitungen oder Lehrkräfte, die in der Schule Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen anordnen oder umsetzen, können sich dabei auf die Haftungsfreistellung durch die gesetzliche Unfallversicherung verlassen. Mehr zum Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Es gibt zwei verschiedene Formen von medizinischen GesichtsmaskenOP-Masken und FFP2-Masken.

In Schulen sind Regelungen zum Tragen von und zum richtigen Umgang mit Masken (inkl. Tragepausen) in der Gefährdungsbeurteilung festzulegen. Diese Regelungen sind den Schülerinnen, Schülern und den Lehrkräften im Rahmen einer Unterweisung zu vermitteln.

Hinweise für das Tragen von OP-Masken (Chirurgische Masken):

Der Koordinierungskreis für Biologische Arbeitsstoffe (KOBAS) der DGUV hat Empfehlungen für Trage- und Erholungszeiten veröffentlicht. Daran sollten sich auch Schulen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung orientieren.

Für gesunde Erwachsene sowie Schülerinnen und Schüler wird eine Tragezeit von bis zu drei Stunden mit einer sich anschließenden Erholungszeit von 15 bis 30 Minuten empfohlen.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss geprüft werden, ob aufgrund der Arbeitsschwere durch Umgebungseinflüsse oder auch besonderer individueller Dispositionen eine geänderte Tragedauer angezeigt ist. Während der Erholungsdauer geht es darum, die Maske abzusetzen. Eine Arbeits- oder Unterrichtspause im eigentlichen Sinne ist nicht gemeint. Tätigkeiten, die ohne Maske durchgeführt werden können, sind in der Tragepause möglich.

Pausen maskenfrei gestalten

In der schulischen Praxis bietet es sich an, situationsbedingt öfter für kurze Zeit den MNS abzunehmen, ohne dabei sich und andere zu gefährden. Tragepausen lassen sich ohne großen organisatorischen Aufwand in den Schulalltag integrieren.

Beispielsweise kann die Pause maskenfrei gestaltet werden, wenn alle Personen auf dem Schulhof den Mindestabstand einhalten können. Hierfür muss der Schulhof groß genug sein, ggfs. muss die Zahl der Personen, die den Hof gleichzeitig benutzen, verringert werden, zum Beispiel durch versetzte Pausenzeiten.

Ebenfalls geeignet für Tragepausen:

  • Unterrichtsgänge,
  • Aufenthalt oder Unterricht im großen, gut gelüfteten Raum,
  • Nahrungsaufnahme in der Mensa.

Hinweise für das Tragen von FFP2-Masken:

In der DGUV-Regel 112-190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" werden Hinweise für Tragezeiten von FFP2-Masken gegeben. Hieraus ableitend werden für gesunde Erwachsene bei mittlerer Aktivität eine Tragezeit von 75 Minuten und eine Tragepause von jeweils 30 Minuten empfohlen. Bei leichter Arbeit ist eine Verlängerung der Tragedauer auf zwei Stunden möglich. Weiterhin gilt es, die Herstellerangaben zu beachten.

Trage- und Erholungszeiten müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden – möglichst in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsmedizinerin bzw. einem Arbeitsmediziner. Das Tragen von FFP2-Masken ist im Allgemeinen mit einer höheren Belastung verbunden als das Tragen der OP-Maske. Deshalb sind hier häufiger Tragepausen notwendig. Die allgemeinen Hinweise zu den Tragepausen gelten analog zu den OP-Masken. 

Verantwortliche müssen den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten, wenn die FFP2-Maske regelmäßig länger als 30 Minuten pro Arbeitstag getragen wird.

 

  • An- und Ablegen der Maske nur mit sauberen Händen,
  • beim Anlegen der Maske darauf achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird,
  • die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen,
  • eine durchfeuchtete Maske sollte ausgetauscht werden, jeder sollte daher mind. zwei Ersatzmasken dabei haben, um sie ggf. austauschen zu können,
  • die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig; um eine Kontaminierung zu verhindern, sollte die Maske mit den Händen über die Ohrgummis abgenommen werden (die Maske nicht über das Kinn verschieben oder an nur einem Ohr hängen lassen),
  • nach dem Absetzen sollten die Hände wieder gereinigt werden.

Stand 11/2021