Hinweise zur Verwendung des Mund–Nasen-Schutzes in der Schule

Seit April 2022 müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in Berlin keine Masken mehr tragen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt weiterhin das Tragen von medizinischen Masken in der Schule, wenn die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann und auch technische sowie organisatorische Maßnahmen nicht umsetzbar sind. Darüber hinaus empfiehlt die Unfallkasse Berlin insbesondere das Tragen von Masken, wenn an einer Schule ein Infektionsgeschehen zu verzeichnen ist.

Nach wie vor gilt jedoch: Der Einsatz von Mund-Nasen-Schutz ersetzt nicht die weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz.

  • Abstand ist der beste Schutz. Auch wenn Sie eine Maske tragen, achten Sie bitte stets darauf, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. 
  • Auch eine gute Händehygiene ist unverzichtbar – regelmäßiges Waschen mit Wasser und Seife für 30 Sekunden.
  • Niesen und husten Sie trotz Maske in die Armbeuge.
  • (Selbst-)Isolation Erkrankter zum Schutz vor Ansteckung.

Bei der Verwendung der Masken gilt es, einige Aspekte zu berücksichtigen. Besonders jüngere Kinder benötigen dabei Unterstützung und sollten durch Lehrkräfte und pädagogisches Personal entsprechend angeleitet werden (siehe „Hilfreiche Hinweise und Links“ – Unterrichtsmaterial).

Es gibt zwei verschiedene Formen von medizinischen GesichtsmaskenOP-Masken und FFP2-Masken.

Hinweise für das Tragen von FFP2-Masken:

In der DGUV-Regel 112-190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" werden Hinweise für Tragezeiten von FFP2-Masken gegeben. Hieraus ableitend werden für gesunde Erwachsene bei mittlerer Aktivität eine Tragezeit von 75 Minuten und eine Tragepause von jeweils 30 Minuten empfohlen. Bei leichter Arbeit ist eine Verlängerung der Tragedauer auf zwei Stunden möglich.

Hinweise für das Tragen von OP-Masken (Chirurgische Masken):

Zum Tragen von OP-Masken gibt es in der DGUV-Regel 112-190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" keine Anhaltswerte für Tragezeiten und Erholungszeiten, da diese Masken keine Atemschutzgeräte sind. Bedingt durch Form und Sitz strömt ein Teil der Atemluft an den Maskenrändern vorbei, daher gelten sie nicht wie FFP-Masken als „belastend“ im Sinne der Arbeitsmedizinischen Regel „Einteilung von Atemschutzgeräten in Gruppen“ (AMR 14.2.). Tragezeitbegrenzungen werden deshalb im Arbeitsschutz-Regelwerk nicht festgelegt.

Es handelt sich um Einwegprodukte, die nach Durchfeuchtung entsorgt werden sollten. Darüber hinaus empfiehlt die Unfallkasse Berlin situationsbedingt kurze Tragepausen zu integrieren.

Pausen sollten maskenfrei gestaltet werden

In der schulischen Praxis bietet es sich an, situationsbedingt öfter für kurze Zeit den MNS abzunehmen, ohne dabei sich und andere zu gefährden. Tragepausen lassen sich ohne großen organisatorischen Aufwand in den Schulalltag integrieren.

Beispielsweise kann die Pause maskenfrei gestaltet werden, wenn alle Personen auf dem Schulhof den Mindestabstand einhalten können. Hierfür muss der Schulhof groß genug sein, ggfs. muss die Zahl der Personen, die den Hof gleichzeitig benutzen, verringert werden, zum Beispiel durch versetzte Pausenzeiten.

Ebenfalls geeignet für Tragepausen:

  • Unterrichtsgänge,
  • Aufenthalt oder Unterricht im großen, gut gelüfteten Raum,
  • Nahrungsaufnahme in der Mensa.

  • An- und Ablegen der Maske nur mit sauberen Händen,
  • beim Anlegen der Maske darauf achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird,
  • die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen,
  • eine durchfeuchtete Maske sollte ausgetauscht werden, jeder sollte daher mind. zwei Ersatzmasken dabei haben, um sie ggf. austauschen zu können,
  • die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig; um eine Kontaminierung zu verhindern, sollte die Maske mit den Händen über die Ohrgummis abgenommen werden (die Maske nicht über das Kinn verschieben oder an nur einem Ohr hängen lassen),
  • nach dem Absetzen sollten die Hände wieder gereinigt werden.

Stand 04/2022