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Informationen für

Förderbereiche

Lernmotivation

  • Individuelle Bezugsnormorientierung
  • Transparenz von Anforderungen und Bewertungen
  • Förderung von Lernbereitschaft und Lernfreude
  • Realistische Anspruchsniveausetzung
  • Problemstrategien entwickeln
  • Umgang mit Stress

Soziales Klima

  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Positives Klassen- und Unterrichtsklima
  • Kooperative Lernformen
  • Konflikt- und Diskursfähigkeit
  • Verantwortungsübernahme

Ein besonderer Schwerpunkt des Förderansatzes lag auf dem Umgang mit leistungsängstlichen Schülern, die die Anforderungen im Sportunterricht nicht erfüllen können. Die Förderung der eigenen Effizienz durch persönliche Erfolgserlebnisse und gleichzeitige Entwicklung selbstregulatorischer Kompetenzen sollte hier Abhilfe schaffen.

Ein weiteres typisches und hier bearbeitetes Problemfeld ist die Motivation von Schülern, die dem Sportunterricht dadurch fern bleiben, indem sie „auf der Bank sitzen“.

Alle Einzelbausteine ergänzten sich und wurden in praktischen Übungsteilen miteinander verbunden. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Maßnahmen, die die erlebte Autonomie im Sportunterricht in den Mittelpunkt stellten, da Erfahrungen von Selbstbestimmung verbunden sind mit der Selbstwirksamkeit als Überzeugung, das eigene Leben aktiv gestalten und Schwierigkeiten aus eigener Kraft meistern zu können.

Durch Freiräume für Selbstbestimmung mit Angeboten von Handlungsoptionen, einem Klima sozialer Aufgeschlossenheit und Möglichkeiten für Erfolgserfahrungen wurde die Umsetzung von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen in erfolgreiches Verhalten gezielt unterstützt. Dadurch sollte Selbstwirksamkeit stabilisiert und gestärkt werden. Gefördert werden sollten auch Teamfähigkeit, ein angenehmes soziales Klima und nicht zuletzt Lern- und Leistungsbereitschaft als wichtige Grundlagen erfolgreichen Lernens im Sportunterricht. Überdies sind sie auch förderlich für die gesundheitliche Entwicklung und protektiv gegenüber Unfällen, da Stress und Belastungen deutlich geringer sind.

Zudem sind Lernanstrengungen eher zu erwarten, wenn Schüler damit eine Verbesserung ihrer subjektiven Lebensqualität assoziieren.

Lernen läuft nicht mechanisch ab, sondern ist begründetes menschliches Handeln. Schüler handeln absichtsvoll und interpretieren ihre Situation, sie setzen sich Ziele und bewerten die Folgen ihrer Handlungen.

Unter Berücksichtigung dieser Zusammenhänge sollte Schülern mit dem Ziel der Autonomieförderung zugestanden werden

  • auf ganz eigene Weise zu lernen, wobei das Lernen durch Entdecken einen besonderen Rang hat;
  • beim Lernen auch Umwege gehen zu dürfen (die sich häufig nur aus der Lehrersicht als solche erweisen);
  • eigene Fragen zu haben, die sie verfolgen möchten und dürfen;
  • das eigene Lerntempo - zumindest häufig - bestimmen oder mitbestimmen zu können;
  • ihre jeweils eigene Welt, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu haben, die die Schule respektieren muss.