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Strategien

Aufgabenorientiertes Lernen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Lernenden sich mit mehr oder weniger offenen Aufgaben auseinandersetzen. Es gibt im Prinzip zwei Aufgabentypen: Kommunikative Aufgaben und Lern – bzw. Bewegungsaufgaben.
Bewegungsaufgaben sind darauf gerichtet, dass die Schüler Kompetenzen erwerben, die sie für die Ausführung bestimmter Sportarten brauchen. Die Ausführung kommunikativer Aufgaben wiederum fördert im Sportunterricht insbesondere die Teamfähigkeit. Hier ist eine handlungsorientierte Absprache zwischen den Schülern notwendig.

Prozessorientiertes Lernen (Förderung der lernstrategischen Kompetenz) bezeichnet ein Lernen, bei dem neben dem 'Was' (der Sportunterricht) gleichrangig das 'Wie' (die Frage, wie bestimmte Sportarten gelernt werden) steht. Lernergebnisse im Bereich des 'Wie' (Wissen, wie man etwas lernt) gelten beim prozessorientierten Lernen genauso als wertvolles Produkt des schulischen Lernens wie Lernergebnisse im Bereich des 'Was'.

Henri Holec hat bereits 1979 folgende Definition von Lernerautonomie formuliert:

 “Lernautonomie ist die Fähigkeit, das eigene Lernen selbstverantwortlich in die Hand nehmen zu können”. Von einem autonomen Lernen spricht man, wenn Schüler in die Lage versetzt werden, die zentralen Entscheidungen über ihre Lernprozesse selbst zu treffen. Autonome Schüler entscheiden selbst:

  • was sie lernen;
  • wie sie vorgehen, um etwas zu lernen;
  • welche Materialien sie zum Lernen verwenden;
  • ob sie alleine oder mit anderen zusammen lernen;
  • welche Hilfsmittel sie verwenden;
  • wie sie kontrollieren, ob sie erfolgreich gelernt haben.

Dabei sind Autonomie und Selbstverantwortung eng miteinander verbunden. Wer die Autonomie von Schülern fördern möchte, kann nicht umhin das Bewusstsein der Verantwortung für das eigene Lernen zu stärken. Schüler müssen erfahren und sich bewusst machen, dass nicht primär der Lehrer verantwortlich ist für ihren Erfolg bzw. Misserfolg beim Lernen, sondern dass sie selbst einen wesentlichen Anteil daran haben.
Bei Lernautonomie und Verantwortung für das eigene Lernen geht es um Einstellungen der Schüler, die unterschiedlich stark herausgebildet sein können. So können Persönlichkeitsmerkmale und bevorzugte Lernstile die Möglichkeiten bestimmter Schüler bei der Entfaltung ihrer Autonomie beschränken.

Durch Freiräume für Selbstbestimmung mit Angeboten von Handlungsoptionen, einem Klima sozialer Aufgeschlossenheit und Möglichkeiten für Erfolgserfahrungen soll die Umsetzung von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen in erfolgreiches Verhalten gezielt unterstützt werden. Dadurch sollte Selbstwirksamkeit stabilisiert und gestärkt werden. Teamfähigkeit, ein angenehmes soziales Klima und nicht zuletzt Lern- und
Leistungsbereitschaft sind ebenfalls wichtige Grundlagen erfolgreichen Lernens im Sportunterricht, die durch die Intervention gestärkt werden sollten. Überdies sind sie auch förderlich für die gesundheitliche Entwicklung und protektiv gegenüber Unfällen, da Stress und Belastungen deutlich geringer sind.