Risiko raus! Richtiger Fahrradhelm
Berlin, im Juli 2011
Es ist keine Frage: Ein getragener Helm schützt Radfahrer im Falle eines Sturzes vor schweren Kopf- und Halswirbelverletzungen. Dennoch tragen ihn noch immer viel zu wenige Fahrradfahrer – ob aus Gewohnheit, aus Furcht um die Frisur oder auch deshalb, weil es in Deutschland noch immer keine Helmpflicht für Radfahrer gibt.
„Was für Motorrad- und Rennradfahrer selbstverständlich ist, sollte aber auch Radfahrern zur Regel werden – vor allem Eltern“, sagt Wolfgang Atzler, Geschäftsführer der Unfallkasse Berlin (UKB). Er betont die Vorbildfunktion von Eltern für ihre Kinder: „Es ist nicht besonders glaubhaft, wenn ich meinem Kind sage, es soll den Helm aufsetzen – und ich dann selbst ohne Helm neben ihm herradle“, so Atzler über eine allzu alltägliche Situation im Straßenverkehr. Eltern und Kinder sollten, selbst auf kurzen Wegen, im Team den Helm tragen. Auch dann, wenn die Kinder auf dem Kindersitz transportiert werden.
Überschaubare Kriterien für den guten Helm
Ein schneller Blick aufs Etikett verrät schon das Meiste über den Helm: Hinweise auf die Norm EN 1078 sowie auf die Prüfzeichen CE und, besser noch, GS, sind Zeichen für Qualität und Sicherheit. Ein Muss ist das individuelle Anpassen. Der Helm sollte vor allem leicht sein (unter 500 Gramm) und so fest sitzen, dass er nicht drückt und beim leichten Vorbeugen auch nicht gleich vom Kopf fällt. Die Farbe ist überwiegend hell, das Muster auffällig und möglichst reflektierend.
Der Helm sitzt waagerecht auf dem Kopf, die Helmkante befindet sich einen Fingerbreit über den Augenbrauen. Die Riemen liegen als Dreieck um die Ohren, berühren sie aber nicht. Der Verschluss ist mühelos zu schließen, liegt dennoch aber so nah am Kinn an, dass nur ein Finger zwischen Kinn und Riemen passt.
Kinder brauchen häufiger einen neuen Helm
Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder in jeder Wachstumsphase einen perfekt sitzenden Helm tragen. Das heißt zwar, dass häufiger ein neuer gekauft werden muss, aber ein Helm, der zu groß gekauft und dann per Verstellsystem an den Kopf angepasst wird, schützt nicht optimal. Kinderhelme sollten deshalb auch eher in Fachgeschäften gekauft werden, nicht im Internet.
Präventionskampagne „Risiko raus!“ der gesetzlichen Unfallversicherung
Unter www.risiko-raus.de, Rubrik: Infomaterial, kann die Broschüre „Das sichere Fahrrad“ kostenlos heruntergeladen werden.
Berlin „GOes AHEAD“ – Kreative Helmträger gesucht!
Mit der Ausschreibung des Wettbewerbs „Go Ahead“ möchte die Unfallkasse Berlin, in Zusammenarbeit mit der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, ihren Beitrag leisten, um Unfälle zu reduzieren. Für die besten Einsendungen hat die Unfallkasse Berlin Preisgelder im Gesamtwert von 1.200 Euro ausgeschrieben. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 20. Juli 2011. Alle Infos unter www.go-ahead-wettbewerb.de.
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Bei der UKB sind rund 532.500 Kita-Kinder und Schüler bei Kita-, Schul- und Wegeunfällen versichert. Die UKB trägt nach einem versicherten Unfall die Kosten für die medizinisch notwendigen Heil-, Behandlungs- und Rehabilitationsmaßnahmen.
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