Berlin, im Dezember 2011
Lange Schnüre, Ketten und auch Schlüsselbänder können beim Spielen zur Strangulation von Kindern führen. Fatal: Vielen Eltern ist die Gefahr dieser Schmuck- und Gebrauchsartikel am kindlichen Hals oder im Kinderzimmer nicht bewusst.
Drei tödliche Unfälle aus diesem Jahr zeigen, wie schnell Kette, Gürtel oder Seil zur Schlinge werden können. Im Oktober strangulierte sich ein Kind an einer selbstgebastelten Kastanienkette. Das Mädchen hatte die Kette um den Hals gelegt und so lange daran gedreht, bis es keine Luft mehr bekam. In Berlin starben in den letzten Wochen zwei Jungen in ihren Kinderzimmern an den Folgen einer Strangulation durch einen Gürtel und ein Seil.
Um diese furchtbaren Unfälle zu vermeiden, rät die Unfallkasse Berlin Eltern:
Der Schutzhelm - sinnvoll auf dem Fahrrad und beim Skaten
Der Fahrradhelm schützt im Straßenverkehr das Leben des Kindes. Wird er falsch genutzt, etwa beim Klettern in einer Kletterspinne, birgt er Lebensgefahr: Fällt das Kind herunter, bleibt der Helm womöglich in den Maschen hängen. Das Kind kann sich strangulieren oder das Genick brechen. Zwar sind die Lücken zwischen den Maschen groß genug, dass der Kopf eines Kindes durchrutscht – aber eben nicht mit Helm. Er bleibt hängen, das Kind wird von der Schwerkraft nach unten gezogen und bekommt keine Luft mehr.
Mehr Informationen:
Das Faltblatt "Sichere Kleidung. Damit Kordeln und Schnüre ihr Kind nicht strangulieren", mit vielen wichtigen und lebensrettenden Tipps und Informationen, erhalten Interessierte bei der Unfallkasse Berlin unter der Telefon-Nummer 030/ 76 24 - 0 oder per Fax unter 030/ 76 24 –1109 oder im Internet unter www.unfallkasse-berlin.de.