Im Sportunterricht umfasst das kompetente Sozialverhalten zwei Bereiche:
1. Soziale Kompetenzen, die das Unterrichts- und Klassenklima mitbestimmen
zum Beispiel
2. Nutzung und Umsetzung von Methoden des kooperativen Lernens bei der Erarbeitung themenspezifischer Bewegungsinhalte
Diese beiden Bereiche werden unabhängig von einander bewertet und fließen in die Gesamtnote mit ein. Darüber hinaus gibt es einen dritten Bereich – die Präsentation der Leistung - , der ebenfalls die Gesamtnote beeinflusst.
Allen Schülern werden rechtzeitig zu Beginn einer Sporteinheit sowohl der Zeitpunkt der Leistungsüberprüfung, als auch die Inhalte bekannt gegeben. Bewährt haben sich dafür Transparenzpapiere, die den Schülern ausgeteilt werden.
Die Schüler werden nach objektiven (die Leistung selbst), sozialen (Sozialverhalten während der Unterrichtseinheit) und relativen (Leistungsverbesserung) Kriterien bewertet. Innerhalb des kompetenten Sozialverhaltens erhalten die einzelnen Schüler auch durch eine Fremdbeurteilung bzw. Fremdbeobachtung eine Rückmeldung über die eigenen Leistungsfortschritte.
Dies geschieht nach folgendem Prinzip: Jedem Schüler wird per Zufall ein anderer Schüler „zugeteilt“. Für bestimmte Unterrichtseinheiten (z.B. Handballspiel über das ganze Feld mit einer kompletten Mannschaft) wird ein Beurteilungsbogen entworfen, der sowohl die erlernten Bewegungselemente (Drippeln, Passen, Fangen usw.) als auch soziale Verhaltensmuster (Ball abgeben, Fairness, Regelanerkennung usw.) enthält.
Der zugeteilte Schüler beobachtet vom Rand das Spiel und notiert (durch Striche) das Gesehene. Danach wird das Beobachtete mit den Spielern besprochen. Anschließend wird gewechselt.
Darüber hinaus ist es auch wichtig, die Selbsteinschätzung zu fördern. Der Einsatz von Selbsteinschätzungsbogen hat das Ziel zu lernen, die eigene Leistung realistisch zu beurteilen. Die Bögen werden ausgewertet und mit den Schülern besprochen.