Coronavirus

Auf dieser Sonderseite finden Sie aktuelle Meldungen und Hinweise der Unfallkasse Berlin zum Thema Corona.

Hinweise und Informationen

Derzeit keine externen Besuche im Dienstgebäude; Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail eingeschränkt möglich

  • Die Unfallkasse Berlin bittet um Verständnis, dass derzeit keine Besuche im Dienstgebäude der Unfallkasse Berlin empfangen werden können. Mit dieser Maßnahme sollen sowohl Externe als auch Beschäftigte vor einer Ansteckung geschützt werden.
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Abgesagt: Seminarangebot der Unfallkasse Berlin bis zum 29. Mai

  • Alle Seminare der Unfallkasse Berlin sind vorerst bis zum 29. Mai 2020 abgesagt. Wir beobachten die Entwicklung und werden online darüber informieren, ab wann Seminare wieder stattfinden.
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Empfehlung für versicherte Einrichtungen: Absage von Erste-Hilfe-Schulungen

  • Die Unfallkasse Berlin empfiehlt ihren versicherten Einrichtungen, nicht mehr an Seminaren zur Ersten Hilfe teilzunehmen. Damit sollen Übertragungsrisiken im Seminarkontext verhindert und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.
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Absicherung sozialer Dienstleister

Soziale Dienstleister, die in der aktuellen Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können von ihren Auftraggebern in der Sozialversicherung Unterstützung bekommen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben dazu zentral ein digitales Antragsverfahren entwickelt, das über die Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung abgewickelt wird.
Weitere Informationen auf der Internetseite der DGUV lesen

Tipps zum Homeoffice mit Kindern / Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz gilt auch in der Notbetreuung

  • Kita- und Schulkinder, die in der aktuellen Corona-Krise in einer Notbetreuung in Kitas oder Schulen sind, weil ihre Eltern in Bereichen der kritischen Infrastruktur beschäftigt sind, stehen weiterhin unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Für alle Eltern, die aktuell ihre Kinder zu Hause betreuen und parallel dazu im Homeoffice arbeiten, gibt die Aktion Das sichere Haus Tipps, wie sie die Doppelbelastung möglichst sicher und gesund bewältigen können.
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Tipps für Führungskräfte: Beschäftigte stärken

  • Wie können Führungskräfte Beschäftigten im Homeoffice den Rücken stärken? Das erklärt das Magazin für Führungskräfte topeins.
    Zu den Tipps

Auch im Home-Office unfallversichert

  • Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ermöglichen viele Arbeitgeber ihren Beschäftigten, von zuhause aus zu arbeiten. Was ist, wenn im häuslichen Umfeld ein Unfall passiert? Wann ist es ein Arbeitsunfall und wann nicht?
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Gute Arbeitsumgebung im eigenen Zuhause

  • Damit sich Beschäftigte weder auf dem Weg zur Arbeit noch im Büro mit dem Coronavirus infizieren, ermöglichen es viele Betriebe, die Arbeit von zuhause zu erledigen. Wie man in den eigenen vier Wänden eine gute Arbeitsumgebung schafft, erklärt das Magazin certo der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft. Tipps können als Poster heruntergeladen werden.
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Hinweise zu Atemschutzmasken und Mund-Nase-Schutz

  • Schutzmasken richtig verwenden: Beschäftigte, die bei der Arbeit ein besonders hohes Risiko haben, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, müssen filtrierende Atemschutzmasken tragen. Medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutzmasken) reichen für Arbeitsbereiche mit hohem Risiko nicht aus. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung erklärt, worauf es bei Schutzmasken ankommt.
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  • Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beantwortet Fragen zur Verwendung von Atemschutzmasken und weiterer persönlicher Schutzausrüstung.
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  • Selbst hergestellten Masken – Hinweise des BfArM
    Das Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte informiert über Eigenschaften verschiedener Typen von Schutzmasken (Community- /DIY-Masken, Mund-Nasen-Schutz (MNS) und filtrierenden Halbmasken). 
    Zur den Empfehlungen des BfArM
  • Persönliche Schutzausrüstung: Unterschiede zwischen Mund-Nase-Schutz und Atemschutzmaske
    Oft wird der Mund-Nase-Schutz mit Atemschutzmasken in einem Atemzug genannt oder verwechselt. Um die Einordnung zu erleichtern, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung eine Grafik erstellt, die die Unterschiede einfach erklärt.
    Grafik als PDF ansehen
  • Schnelltest für Pandemieatemschutz
    Die Eignung von Atemschutzmasken zum Schutz vor Sars-CoV-2 kann mit einem neuen Schnelltest überprüft werden. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung beantwortet die wichtigsten Fragen von Herstellern und Importeuren rund um diesen Schnelltest.
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FAQ-Liste zu aktuellen Fragen rund um die Erste Hilfe im Betrieb

  • Die Erste Hilfe ist ein wichtiger Baustein der betrieblichen Notfallvorsorge. Was ändert sich in Zeiten von Homeoffice und vermehrten Krankheitsfällen aufgrund des Coronavirus? Worauf müssen Ersthelfer bei ihren Einsätzen besonders achten? Und was passiert, wenn sie notwendige Auffrischungskurse nicht wahrnehmen können? Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung beantwortet die wichtigsten Fragen.
    Zu den FAQs

Corona: Für den Ernstfall gerüstet

  • Wie kann betriebliche Pandemieplanung eine weitere Ausbreitung der Erkrankung Covid-19 eindämmen? Das Führungskräftemagazin topeins zeigt, worauf es bei Kommunikation, individuellen und betrieblichen Maßnahmen ankommt. Eine Anleitung zur Planung und Aushänge für den Betrieb bieten praktische Unterstützung.
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Klare Absprachen und Informationen für betrieblichen Pandemieplan 

  • Wie können Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten während einer Pandemie bestmöglich geschützt werden? Wie kann der Betrieb trotz möglicher Einschränkungen weiterlaufen? Wichtig ist vor allem eine gute Kommunikation. Darauf weist die Kampagne "kommmitmensch" der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hin.
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Broschüre: 10 Tipps für Pandemieplanung

  • Die Broschüre wird gemeinsam von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte und dem Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit herausgegeben und informiert darüber, was in Betrieben festzulegen und zu veranlassen ist, wenn sich ein Krankheitserreger weltweit verbreitet.
    Zur Broschüre

Einsatzkräfte

  • Beschäftigte von nicht-medizinischen Hilfeleistungsunternehmen und Einsatzkräfte der (freiwilligen) Feuerwehr sind durch die Art ihrer Tätigkeit besonders betroffen von der Ausbreitung des Coronavirus SARS-ScV-2. Informationen und Hinweise, wie Einsatzkräfte ihre Arbeitsfähigkeit aufrechterhalten können, werden in der "Fachbereich AKTUELL" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zusammengefasst.
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Schule

    Hinweise zum Coronavirus

    • Berufsbedingte Kontakte mit SARS-CoV-2 ("Coronavirus") können durch Kontakt mit infizierten Personen in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder beim Transport von infizierten Patientinnen und Patienten, z. B. im Flugzeug und im Krankenwagen, stattfinden.
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    Tipps zum Schutz vor Viren in Leichter Sprache

    • Das Online-Magazin arbeit & gesundheit bietet Informationen rund um das Thema Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus oder Grippeviren in Leichter Sprache.
      Zu den Tipps in Leichter Sprache

    Unfallversicherungsschutz während der Corona-Pandemie – Antworten auf häufig gestellte Fragen

    Nein. Da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischenzeitlich COVID-19 zur Pandemie erklärt hat und die Infektionswege kaum nachzuvollziehen sind, stellt die Ansteckung eine Allgemeingefahr dar. Zum Teil verlaufen Infektionen stumm, so dass auch ein Kontakt mit nicht offensichtlich erkrankten Personen außerhalb des Berufslebens zur Ansteckung führen kann.

    Nur im Ausnahmefall kann die Ansteckung mit COVID-19 die Voraussetzungen eines Arbeitsunfalles erfüllen, wenn die Infektion mit SARS-CoV-2 nachweislich infolge einer besonderen beruflichen Betroffenheit innerhalb einer Arbeitsschicht durch den beruflich bedingten Kontakt mit erkrankten Personen eingetreten und der Ausbruch der COVID-19-Erkrankung darauf zurückzuführen ist. Ein solcher Nachweis wird in der aktuellen Situation aufgrund der Allgegenwärtigkeit der Ansteckungsgefahren nicht zu führen sein.

    Daher gilt:

    • Verdachtsfälle und COVID-19-Erkrankungen sind derzeit grundsätzlich nicht durch die Unternehmen oder die D-Ärzte als Arbeitsunfall zu melden.
    • Eine Vorstellung beim Durchgangsarzt bei einem Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung soll nicht erfolgen.
    • Beachten Sie die Informationen zu möglichen Berufskrankheiten von besonders gefährdeten Personen.

    Nach den Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen sich Menschen, die eine Infektion vermuten, an das zuständige örtliche Gesundheitsamt wenden, das übernimmt die weitere Koordination.

    Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten aber etwaige Erkrankungsfälle (nachgewiesene Infektion mit positiver Testung und Krankheitsanzeichen), die durch einen ganz engen beruflichen Bezug entstanden sind, intern dokumentieren. Wenn sich später schwere Verläufe zeigen, werden dadurch etwaige Nachweisrisiken minimiert.

    Ja. Für Versicherte, die infolge der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit in bestimmten Bereichen einer gegenüber der allgemeinen Bevölkerung wesentlich erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt waren, kann die Erkrankung eine Berufskrankheit (BK) sein, insbesondere als sogenannte "BK  Nr. 3101 der Anlage 1 zur Berufskrankheitenliste (Infektionskrankheiten)“.

    Gegenüber der allgemeinen Bevölkerung wesentlich erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind nach derzeitigem Kenntnisstand:

    • hauptsächlich das Personal in stationären oder ambulanten medizinischen Einrichtungen der Human- und Zahnmedizin,
    • das Personal in wohlfahrtspflegerischen Einrichtungen und Laboratorien,
    • Personen, die in diesen Bereichen kurzfristig mit Arbeiten wie Warten, Instandsetzen oder Entsorgen beauftragt wurden,
    • Versicherte im Rettungswesen (unter anderem Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren),
    • sonstige Personen, die bei ihrer Tätigkeit im Einzelfall ein vergleichbares Risiko der Infektion haben.

    Zuständiger Unfallversicherungs-Träger (UV-Träger) ist insbesondere für die wohlfahrtspflegerischen Einrichtungen der öffentlichen Hand die Unfallkasse Berlin und im Übrigen oft die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

    Eine BK-Anzeige kann auf folgender Grundlage erfolgen:

    • eine positive Testung
    • entsprechende Krankheitsanzeichen
    • sowie die Vermutung eines Infektionsweges über die berufliche Tätigkeit

    Bei einem begründeten Verdacht steht den Ärztinnen und Ärzten als Formular und Ausfüllhilfe die „Ärztliche Berufskrankheitenanzeige (F6000)“ zur Verfügung.

    Ja. Auch im Homeoffice besteht Versicherungsschutz. Entscheidend ist nicht der Ort der Tätigkeit, sondern, dass der Unfall infolge einer versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Weitere Informationen: News der Unfallkasse Berlin "Auch im Home-Office unfallversichert"

    Ja. Bei der Notfallbetreuung im Rahmen der üblichen Betreuungsstrukturen der Kitas für Kinder sogenannter "Schlüsselfunktionsträger" wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Gesundheitsdienst, Lebensmitteleinzelhandelbesteht der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung unverändert fort.

    Nein. Kinder, die zuhause oder in Betrieben von Eltern oder anderen Personen betreut werden, sind dabei nicht gesetzlich unfallversichert. Dies gilt auch bei der Betreuung durch andere private Initiativen (z. B. mehrere Eltern/Familien organisieren eine gemeinsame Betreuung der Kinder) oder einer spontan organisierten Betreuung am Arbeitsplatz.

    Dasselbe gilt auch bei Schulschließungen für das Erledigen von Schulaufgaben an außerschulischen Lernorten. Der Schutzbereich der gesetzlichen Unfallversicherung endet dort, wo der elterliche Verantwortungsbereich beginnt.

    In allen Fällen greift darum nicht der besondere Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, sondern die allgemeine Absicherung über die jeweilige Krankenversicherung der Kinder bzw. der Eltern.

    Nur für Tätigkeiten, die im unmittelbaren organisatorischen Verantwortungsbereich der Schulen fortgeführt werden (z. B. die Durchführung der Abiturprüfungen) besteht weiterhin Unfallversicherungsschutz.

    Ja. Die Person, die zur Kinderbetreuung von einem Unternehmen eingestellt wird, ist damit Beschäftigte des Unternehmens und somit in der gesetzlichen Unfallversicherung über den Unfallversicherungsträger des Unternehmens versichert.

    Wird die Notbetreuung in einem privaten Haushalt angestellt, ist in Berlin die Unfallkasse Berlin der zuständige UV-Träger. Weitere Informationen zum Unfallversicherungsschutz von Haushaltshilfen

    Um in der aktuellen Krise insbesondere das Personal in Krankenhäusern und im hausärztlichen Bereich zu entlasten, werden nun pensionierte Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und Medizinstudierende um Unterstützung gebeten. Einige haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert.  Wer unentgeltlich, insbesondere ehrenamtlich, in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder der Wohlfahrtspflege tätig wird, steht dabei automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Gesetzlich unfallversichert sind natürlich auch alle in diesen Einrichtungen beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

    Anders sieht es dagegen bei selbständigen Tätigkeiten auf Honorarbasis aus. Ärztinnen und Ärzte müssen aufgrund ihrer Selbständigkeit eine beitragspflichtige freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) abschließen, wenn sie diese Tätigkeit absichern möchten. Andere Honorarkräfte im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege wie beispielsweise selbstständig tätige Pflegekräfte sind bei der BGW als Unternehmerinnen und Unternehmer beitragspflichtig gesetzlich unfallversichert.

    Im Hinblick auf Infektionsgefahren gilt das oben zu Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen Gesagte.

    Derzeit wächst eine Welle der Hilfsbereitschaft in Berlin. Überall in der Stadt initiieren Bürgerinnen und Bürger Hilfen für Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft. Auch Verbände, Vereine und Initiativen bieten Unterstützung und Hilfe an. Damit leistet die Zivilgesellschaft einen großen Beitrag zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen durch die Ausbreitung von Corona.

    Das für die gesetzliche Unfallversicherung geltende Siebte Sozialgesetzbuch gibt für den entsprechenden Versicherungsschutz zahlreiche Möglichkeiten. Dieser besteht kraft Gesetzes und ohne Antrag zum Teil bei der Unfallkasse Berlin, zum Teil aber auch bei einer Berufsgenossenschaft (zum Beispiel Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege). Aber auch hier gilt: Im Hinblick auf Infektionsgefahren gilt das oben zu Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen Gesagte.

    Personen, die anderen helfen, um sie vor einer konkreten und akuten Gefahr zum Beispiel für Ihre Gesundheit zu retten, sind bei der Unfallkasse Berlin unfallversichert. Das kann zum Beispiel die Erste Hilfe für eine Person sein, die spontan auf der Straße bewusstlos wird und Hilfe benötigt. Weitere Informationen für Hilfeleistende

    Auch Personen, die sich in Vereinen oder Verbänden im Auftrag oder mit Zustimmung von Gebietskörperschaften (z. B. der Bezirke) ehrenamtlich engagieren, sind gesetzlich unfallversichert. Dasselbe gilt für Menschen, die direkt von einer Behörde oder ähnlichen Einrichtungen beauftragt werden, konkrete Aufgaben zu übernehmen.

    Auch sonstige Hilfen können gesetzlich unfallversichert sein, wenn die Engagierten wie Beschäftigte, jedoch ohne Beschäftigungsverhältnis tätig werden: Das ist geregelt im Siebten Sozialgesetzbuch, § 2 Abs.2. Gerade in der aktuellen Situationen sind viele Tätigkeiten denkbar, die ihrer Art nach denen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gleichen. Dann sind sie ohne weitere Formalitäten automatisch über den Unfallversicherungsträger des „Arbeitgeber“ versichert. Das kann unter Umständen sogar im privaten Umfeld der Fall sein.  

    Wenn Menschen aber ihren Nachbarinnen oder Nachbarn oder Familienangehörigen spontan und eigeninitiativ helfen, werden sie gerade nicht wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig. Vielmehr gelten Hilfsdienste unter Freunden, Nachbarn oder eine Unterstützung innerhalb der Familie als selbstverständlich. Sie sind darum dabei nicht gesetzlich unfallversichert. Das ist aber auch immer eine Frage des Einzelfalls.

    Ob im Einzelfall Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung oder der gesetzlichen Unfallversicherung erbracht werden, lässt sich oft nur rückschauend im Einzelfall verbindlich beantworten. Doch keine Sorge: Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung ist an keine Anträge und Fristen gebunden und kann auch rückwirkend festgestellt werden.

    Weiterführende Links zum Coronavirus